„Pünktlichkeit ist Grundgesetz!?“ –

Betriebspraktikum der 9. Jahrgangsstufe im Frühjahr 2017

 

Hier wurde wohl etwas verwechselt, aber immerhin in guten Glauben. Dieses Jahr waren die beliebtesten Bereiche: Verwaltung, Maschinenbau, Bank und Apotheke. Übrigens waren das die Schwerpunkte in den einzelnen Klassen und zwar genau in dieser Reihenfolge. Die sozialen Berufe in der Altenpflege, im Krankenhaus oder Kindergarten waren auch wieder stark vertreten. Zum Ablauf einer fiktiven Praktikumswoche:

 

Montag:

„Um 8.30 Uhr musste ich heute starten, da eine OP einer Kurzhaarkatze anstand. Dazu brauchten wir das Zahnsteinentfernungsgerät, die Spritzen, den Blutabnehmer und den Rasierer für die Haare. Dann ging es auch schon los! Die Katze durch die Narkosespritzen narkotisieren und mit dem Zahnsteinentfernungsgerät über Ultraschall den Zahnstein entfernen. Danach wurde mit dem Rasierer bis zur Haut die Haare wegrasiert und Blut abgenommen. Nach dieser OP kamen drei junge Meerschweinchen und wurden auf ihr Geschlecht untersucht. Als nächstes musste das Blut zentrifugiert werden, d.h. das Serum von den roten und weißen Blutkörperchen getrennt und ins Labor geschickt werden. Dazu braucht man eine Pipette, eine Zentrifuge, drei Gefäße für das Blut, den Blutpass und eine Labortüte. Jetzt war Mittagspause. Ein Hund wurde zum Blutabnehmen gebracht und einige, kleine Namensänderungen der Patienten wurden festgehalten. Nun kamen zwei junge Katzen wegen einer Bindehautentzündung und Flöhen. Dazu ein Papagei, dessen Schnabel geschnitten werden musste. Als Letztes fuhren wir noch zu einem Hausbesuch, um zwei alte Katzen zu impfen. Dazu brauchte man sehr teure Impfstoffe, die man nur im Kühlschrank aufbewahren darf. Um 18:00 Uhr durfte ich nach Hause.“ (Luan beim Tierarzt)

 

 

  

 alle drei: Jan - Übungen im Bohren, Schleifen und Biegen.

 

Dienstag:

„An meinem zweiten Tag im Praktikum war der Arbeitsbeginn eine Viertelstunde früher dafür aber nur bis 16:15 Uhr. In der Früh habe ich die Türen aufgesperrt, die Post geholt und die Überweisungsträger aus der Säule geholt. An der Seite meiner Betreuerin durfte ich am Computer, am Schalter, Buchungen durchführen. Zu meiner Freude waren heute Raul Bobadilla und Philipp Max (FCA!) bei uns in der Geschäftsstelle. Kurz vor der Mittagspause war ein Kunde da, dem das Geld gezählt werden sollte. Es waren knapp 40 000,00 €, die er dabei hatte. Am Nachmittag gegen 15:00 Uhr durfte ich bei einem Kundentermin dabei sein. Es ging darum ein Sparbuch zu eröffnen, dabei wurde mir jeder Schritt erklärt. Außerdem durfte ich heute auch noch US-Dollar und sogar kanadische Dollar verbuchen.“ (Tyrone in der Bank)

 
 

Mittwoch:

„Heute war ich in der Zugansage, in der die ankommenden und abfahrenden Züge auf den Bahnsteigen angesagt werden. Das ganze passiert von einem Turm aus, von dem man den ganzen Bahnhof überblicken kann. Auf verschiedenen Monitoren und einer sehr großen LED-Anzeigetafel vor der die Fahrdienstleiter sitzen, sieht man alle Informationen zu Verspätungen, technischen Defekten und zur Anzeigetafel, an der man unten und den Bahnsteigen sieht, wann der nächste Zug einfährt. Danach war ich im regionalen Ansagezentrum, in dem immer drei Angestellte anwesend sind. Jedem ist ein eigenes Gebiet zugeteilt, an dem sie mit einem moderneren System Ansagen machen. Dort gibt es viel mehr Bildschirme, in etwa neun, pro Arbeitsplatz.“ (Felix bei der Bahn)

 

Donnerstag:

„Meine Betreuerin hat mir gezeigt, wie man Rechnungen nachkalkuliert, außerdem durfte ich zusehen, wie die Bestellungen der Rohstoffe so abläuft. Mir wurde alles über den Einkauf, Ein- und Abbuchungen erklärt, genauso wie die Berechnung der Einkommen. Zwischendurch schauen immer mal wieder die technischen Leiter oder auch der Chef vorbei. Sie sind alle ganz nette, freundliche und auch lustige Menschen. Heute musste ich auch mal wieder Telefonate entgegennehmen. Am Ende des Arbeitstages durfte ich die Arbeitsstunden und Löhne nachkalkulieren. Ganz zum Schluss bekam ich eine Liste, auf der die Positionen und Aufträge stehen und man die jeweiligen Bestellnummern im Computer suchen muss und erkennen, ob die Aufträge abgeschlossen sind. Falls ja, muss man diese aus der Liste streichen.“ (Belgin in der Rechnungswesenabteilung eines Metallbaubetriebes)

 

                  

              zweimal Robin Computerindustrie, rechts: Julien Security Center                                  

 

Freitag:

„Da bald das Sommersemester beginnt, mussten heute alle Rechner im Mac-Raum geklont werden und Tastaturen und Bildschirme gesäubert werden. Ein Haufen Arbeit, der aber sehr viel Spaß macht. Außerdem war heute um 10:00 Uhr Teamsitzung, in der ich auch dabei sein durfte. Heute habe ich auch eine Rechenzentrum - Kennung erhalten, also einen Benutzerzugang an den Rechnern und einen Schlüssel, auf dem ein Smiley ist. Dieser grinst, wenn ich eine Tür öffnen kann / darf und grinst nicht, wenn ich es eben nicht kann bzw. darf.“ (Florian im Rechenzentrum der Hochschule)

 

Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten konntest du erwerben?

„Rückenschmerzen!!!“ (Erwin, Botanischer Garten)

„Selbstbewusstsein.“ (Orhan, Immobilienbranche)

Schreddern!“ (Kevin, Metallverarbeitung)

 

 

Vom Arbeitsplatz:

„Man muss immer aufpassen, da es zu Banküberfällen kommen kann.“ (Saima, Bank)

Zum guten Geschmackssinn: „Man muss doch das Essen im Bistro genießen.“ (Eric, Immobilienmakler für Industrieanlagen)

Lücken im Schulwissen: „Kopfrechnen“ (Mirjeta und einige andere, Bank)

„Meine Beine taten oft weh. Ich musste immer so oft stehen.“ (Dilara, Apoheke)

„Man muss geduldig zuhören und Interesse an Anderen haben, weil der Kunde eine genaue Vorstellung von seinem Auto hat.“ (Angelos, Kfz-Werkstatt, Verwaltung)

„Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, was in den oberen Stockwerken passiert.“ (Blerim,

 Sozialversicherung)

 

Schlussfolgerungen der Praktikanten:

„ Es war viel zu nützlich, es hat mein Selbstvertrauen gestärkt. Ich liebe meine Stelle im Praktikum und würde viel lieber arbeiten.“ (Eric, Immobilienmakler)

„Ja, es war nützlich, weil ich keine Schule hatte.“ (Emil, Anwaltskanzlei)

„Ich hatte danach Muskelkater in den Beinen und mein Arm hat weh getan. Der Rest war gut, hat Spaß gemacht.“ (Sevval, Apotheke)

„Ja, ich bin sehr motiviert für ein neues Praktikum. “ (Orhan, Immobilienbranche)

 

      

             blau: Erwin, Botanischer Garten   bunt: Selin, Kindertagesstätte

 

„Ich habe gemerkt, dass ich einen Beruf suchen muss, der mir Spaß macht und nicht von Vornherein auf den Lohn achten sollte.“ (Sevval, Apotheke)

„Es war doch anstrengender als gedacht, aber die Kinder waren auch süßer.“ (Selin, Kindertagesstätte)

„Es war teilweise schwer, weil ich noch früher aufstehen musste.“ (Cedric, Metallverarbeitung)

„Mir gefällt es sehr und ich würde gerne Tierärztin werden, aber ich weiß nicht, ob ich das mit den Noten so schaffe.“ (Diana, Tierarztpraxis)

                                     

                     Kübra, Steuerkanzlei          Luan, Tierarztpraxis                  Gamze, Krankenhaus

 

„Ich habe mich auch gleich beworben und bereits eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen.“ (Valeria, Bank)

„Ich kann mir jetzt diesen Beruf für meine Zukunft vorstellen.“ (Bernd, Kindertagesstätte)

„Es wäre was für mich!“ (Angelos, Verwaltung, Kfz-Werkstatt)         

                    

 

 

 

 

 

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